Gebabbel
Da hat sich der Herr Lehmann also wieder mal ordentlich danebenbenommen. Hat nach der knappen
1:5-Niederlage des VfB Stuttgart im Pokal gegen den FC Bayern (siehe auch: DFB-Pokal:
Die Bayern spazieren ins Viertelfinale) Kritik geäußert, verpackt in sachten Zweifeln an
der Qualität der Stuttgarter Wintervorbereitung. Hat gefragt, warum die Bayern so schnell,
spritzig und präsent gewesen seien und der VfB so überhaupt nicht.
Und weil in der Frage unausgesprochen die Antwort mitklang: „Wird wohl am Training liegen“,
dachten die VfBler jäh erschreckt: Hoppla, das kann ja als indirekte Kritik am Trainer
verstanden werden, und das geht natürlich überhaupt nicht, weil der Trainer Babbel schon
genug Sorgen hat, nicht nur wegen des knappen 1:5, sondern auch deshalb,
weil er eigentlich gar kein Trainer ist und irgendwie zu seiner Lizenz kommen muss.
Der böse DFB und sein Abräumer Sammer bestehen ja darauf, dass Babbel sein Trainerdiplom macht,
weil sie meinen, dass auch ein Trainer einer gewissen Ausbildung bedürfe. Die Frage ist:
Kann einer wie Babbel, verdienter Nationalspieler immerhin und langjähriger Trainergehilfe,
das bisschen Traininggedöns nicht einfach so?
„Yes he can!“, rufen die Stuttgarter, sonst würden sie ihm die Mannschaft ja nicht anvertrauen
Und wenn das so ist, dann muss der Herr Lehmann halt nicht nur den Ball,
sondern auch mal den Mund halten. Sollte den Trainer lieber mal loben. Super-Wintervorbereitung!
Super-Taktik gegen die Bayern! Muss ja keiner wissen, dass sich die Münchner
über Babbels Aufstellung mit Bastürk in der Spitze auch fünf Tage nach der Partie
noch immer kringelig lachen.